Kann Ero-Cosplay Feminismus?

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Ist erotisches Cosplay feministisch – oder einfach nur gut verpackte Objektifizierung? Kaum ein Thema spaltet die Cosplayszene so sehr wie Ero-Cosplay.

Zwischen Selbstermächtigung und sexualisierter Darstellung entsteht ein Spannungsfeld, das selten differenziert betrachtet wird. In diesem Vortrag analysiert sie für euch diese Grauzone, ohne eine Moralkeule zu schwingen, und beleuchtet verschiedene Perspektiven.

Ziel ist es, gemeinsam mit euch zu diskutieren, ob und unter welchen Bedingungen Ero-Cosplay als feministische Praxis verstanden werden kann.

Auf einen Blick:

SessionKann Ero-Cosplay Feminismus?
LeitungMichelle Bytzek
TagFreitag
Uhrzeit15:30 – 17:00 Uhr
RaumJapanforschung / Studio Terrasse 2.1
Dauer90 Minuten

Michelle Bytzek

... ist Masterstudentin im Studiengang »Literatur, Kultur, Medien« mit einem Bachelorabschluss in Germanistik und Anglistik. Ihr besonderes Interesse gilt den Cultural Studies mit einem Schwerpunkt auf populärer Kultur und deren gesellschaftlichen Implikationen.

In ihrer bisherigen akademischen Arbeit hat sie sich unter anderem mit feministischen Revisionen klassischer Literatur, der popkulturellen Refiguration der Figur der Hexe sowie der Ästhetisierung des Niedlichen und Unheimlichen (uncanny) in Videospielen beschäftigt. Ein verbindendes Interesse dieser Projekte ist die Frage, wie kulturelle Narrative genutzt werden, um Geschlecht, Macht und Identität neu zu verhandeln.

Aktuell beschäftigt sie sich im Rahmen der noch unveröffentlichten Publikation »Mobile Feminisms« mit der Verbindung von Fandom und gesellschaftlichen Bewegungen. In ihrem Beitrag »OnlyFeminisms – Exploring Feminist Perspectives in Erotic Cosplay« untersucht sie die komplexe Beziehung zwischen sexualisierter Selbstinszenierung und feministischen Diskursen.

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage, inwiefern Ero-Cosplay als ambivalente Praxis verstanden werden kann: als mögliche Reproduktion bestehender Objektifizierungsstrukturen, zugleich aber auch als Raum für Agency, Selbstbestimmung und subversive Aneignung. Dabei legt sie besonderen Wert auf die Perspektiven der Creator*innen sowie auf die Rolle digitaler Plattformen wie OnlyFans, die neue Formen feministischer Artikulation ermöglichen, jedoch gleichzeitig in ökonomische und strukturelle Abhängigkeiten eingebettet sind.

Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Cultural Studies, Gender Studies und Medienwissenschaft und zielt darauf ab, die widersprüchlichen Dynamiken von Empowerment und Kommerzialisierung im Kontext digitaler Popkultur differenziert zu analysieren.

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