»Japan« im Videospiel: Zwischen Geschichte und Gegenwart . Dieses Panel besteht aus zwei Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion. Alessio D’Andrea: »Sekiro« – Ein historisches »Japan«-Bild im Videospiel Das Videospiel »Sekiro: Shadows Die Twice« (2019) liefert als Schauplatz eine fiktionalisierte Version des »Sengoku-Japan« und hat bekannte historische Figuren wie Samurai, Shinobi und Lehnsherren zum Thema. In diesem Vortrag werden für euch im Detail Ursprünge, Hintergründe und Modi der Referenzialität in der Darstellung eines historischen »Japan« diskutiert. Die Kernfrage ist, ob »Sekiro« im Sinne eines Unterhaltungsmediums Klischees und Stereotype unreflektiert übernimmt – oder nicht doch eine eigenständige, medienspezifische und kritische Bezugnahme auf Geschichte bietet. Gloria Bräuer: Strukturwandel im ländlichen »Japan«? Raumproduktion und Raumwahrnehmung in »Persona 4« Das Videospiel »Persona 4 Golden« thematisiert zentrale Problematiken schrumpfender Orte im ländlichen Raum Japans: Der Verdrängungsprozess lokaler Geschäfte durch Großkonzerne wird ebenso beleuchtet wie das Gefühl der Perspektivlosigkeit jüngerer Generationen. Mithilfe einer humangeographischen Perspektive untersucht dieser Vortrag für euch, wie das Spiel Prozesse der Raumproduktion und der subjektiven Raumwahrnehmung visuell und narrativ darstellt. Dadurch wird euch aufgezeigt, inwieweit die fiktive Spielwelt reale sozioökonomische Krisen peripherer Räume abbildet. Auf einen Blick: SessionJapan Imaginationen im VideospielLeitungGloria Bräuer & Alessio D’AndreaTagSamstagUhrzeit13:00 – 14:00 UhrRaumJapanforschung / Studio Terrasse 2.1Dauer60 Minuten Gloria Bräuer & Alessio D’Andrea ... sind zwei Studierende der Goethe-Universität Frankfurt, die Teil der J-Games-Nachwuchsinitiative am Institut für Japanologie sind. Alessio D’Andrea studiert aktuell im Masterstudiengang »Japan in der Welt« und konnte bereits Vortragserfahrung sammeln, unter anderem beim 19. Deutschsprachigen Japanologentag 2025. Sein aktueller Fokus liegt auf der Darstellung von Geschichte und Geschichtsbildern in Videospielen. Gloria Bräuer studiert aktuell im Masterstudiengang »Geographien der Globalisierung«, war zuvor Studentin der Japanologie und konnte ebenfalls bereits Vortragserfahrung auf der DeDeCo 2025 sammeln. Ihr aktueller Fokus liegt auf einer humangeographischen Perspektive auf japanische Videospiele, insbesondere im Bereich des World-Buildings. Die J-Games-Nachwuchsinitiative der Goethe-Universität beschäftigt sich seit Oktober 2022 aus einer japanologisch-kulturwissenschaftlichen Perspektive mit der Games-Forschung. « Zurück zur Übersicht